21_KE | Microapartments in Braunschweig

KE | Microapartments in Braunschweig

Ein Großteil des Wohnungsbestandes in Deutschland entstand in der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre. Die Lebensmodelle der Menschen haben jedoch seitdem einen starken Wandel erfahren. So stieg der Anteil der Ein-Personen-Haushalte auf mittlerweile über 42% an. Die Grundrisstypen, insbesondere die Wohnungsgrößen, der 50er bis 70er Jahre sind ein Spiegelbild eines veralteten Gesellschaftsmodelles, das den heutigen Bedürfnissen der Menschen nicht gerecht wird. Diese vorherrschende Diskrepanz zwischen gebauter Bausubstanz und veränderten Anforderungen soll der inhaltliche Ausgangspunkt für einen experimentellen, minimierten Kompaktentwurf sein.

Aufgabe des kommenden Sommersemesters wird der Entwurf einer Kleinwohnung in Braunschweig sein. Die Microliving-Wohnform soll als Chance genutzt werden, punktuell im städtischen Raum nachzuverdichten und ansonsten nicht nutzbare Resträume im Bestand zu aktivieren. Die Herausforderung besteht insbesondere darin, auf kleinstem Raum mit architektonischen Mitteln verschiedene Nutzungsmodelle zu organisieren.

Der Entwurf befindet sich im direkten Kontext zum Bestand und setzt eine intensive Auseinandersetzung mit den umgebenden Gebäuden voraus. Die Wahl des Baufeldes ist den Teilnehmern freigestellt und erfolgt in eigener Recherche mit einhergehender Analyse des Ortes zu Entwurfsbeginn.

Begleitet wird der Kompaktentwurf mit einem vertiefenden Analyseseminar zum Thema Microliving.

Einführungsveranstaltung am: 23.04.2021 um 10:00 Uhr, digital
Wochentag für Korrekturen: Dienstag und Freitag

Betreuung: Philipp Trenzen und Oskar Görg

Lehrformat: Präsenzlehre wird im größtmöglichen Umfang angestrebt.