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Europaweit ausgeschriebener „Wolfsburg Award for urban vision“ geht an Nicole Sandt von der Technische Universität Braunschweig

Der Preis wurde in diesem Jahr zum neunten Mal verliehen und erstmalig als „Wolfsburg Award for urban vision“ europaweit ausgeschrieben. Um dieser Neuausrichtung auch innerhalb des Preisgerichts Rechnung zu tragen, wird die Jury zukünftig durch internationale Gastjuroren unterstützt. Den Auftakt haben in diesem Jahr Selina Anttinen und Vesa Oiva vom finnischen Büro AOA/Anttinen Oiva Arkkitehdit gemacht.

Das Projekt “Keimzelle Zukunft” – Forschungshochhaus Nachhaltigkeit von Nicole Sandt, Technische Universität Braunschweig, Institut für Entwerfen und Baugestaltung, Prof. Rolf Schuster gewinnt den „Wolfsburg Award for urban vision“.
Insgesamt ist der Wolfsburg Award for urban vision mit 5.000 Euro dotiert. Davon gingen 2.500 Euro an die Preisträgerin.

Begründung des Preisgerichts

Die sehr visionäre Arbeit basiert auf der Idee eines Zusammenschlusses von Werk und Stadt zu einem Stadtlabor, welches über die Stadt hinaus wächst. Mit dem Zusammenbringen aller Akteure soll gemeinsam in einem Gebäude an der nachhaltigen Zukunft der Stadt gearbeitet und über Mobilitätsthemen der Zukunft nachgedacht werden.
Der Hochhausentwurf wirkt sehr skulptural und geradezu futuristisch und ist in qualitätsvollen Zeichnungen und Modellen in verschiedenen Maßstäben sehr anregend dargestellt.
Gewürdigt wird vom Preisgericht der experimentelle, vielleicht auch utopische Ansatz, der die vertikale Stadt thematisiert und ein starkes Zeichen setzt. Die horizontale Architektur des phaeno und der vertikale Turm auf beiden Seiten des Kanals gehen eine spannende Wechselwirkung ein. Die Position im Dreieck zwischen Koller-Achse, Berliner-Brücke und Mittellandkanal ist interessant gewählt und stadträumlich sehr wirksam. Wenn auch in Teilen etwas schematisch und plakativ, so überzeugt diese Arbeit durch ihre thematische Vielfalt und große Ausdruckskraft.

Neben dem Award an Nicole Sandt wurden 3 Anerkennungen vergeben. Insgesamt 10 Arbeiten wurden nominiert, die vom 27. November bis zum 17. Dezember in einer Ausstellung in der Bürgerhalle des Rathauses A, Porschestraße 49, in Wolfsburg zu sehen sind In diesem Jahr wurden Arbeiten von 77 Studierenden mit insgesamt 34 Einzel- und Gruppenarbeiten von 15 Hochschulen / Lehrstühlen eingereicht.