BE I Das große Berggeschrey

BE I Das große Berggeschrey
Haus des Bergbaus im Erzgebirge

Vor mehr als 800 Jahren entdeckten die Erzgebirger, dass ihr Boden reich an Erzen ist, und sie machten sich daran, den wertvollen Schatz zu heben. Die schnell umlaufende Kunde reicher Funde führte zu raschen Entwicklung eines entlegenen Landstrichs. Der „Miriguidi“, der dunkle Wald, wurde gerodet, eine ehemals unzugängliche Regionen schnell erschlossen. Es wurden unzählige Stollen und Schächte in den Berg getrieben, Hammerwerke und Schmelzhütten gebaut. Nach und nach entwickelte sich eine moderne Industrieregion, und ähnlich dem Goldrausch in Amerika, zog es Menschen aus ganz Europa in das Erzgebirge. Die so entstandene Kulturlandschaft gilt als einzigartig und be ndet sich zur Zeit im Prozess als Unesco Weltkulturerbe anerkannt zu werden.
Das „Haus des Bergbaus“ dokumentiert diese Entwicklung im Erzgebirge und zeigt die Auswirkungen des großen Berggeschreis bis in die heutige Zeit hinein. Es ist ein lebendiger Ort technischen Know Hows und ein ungewöhnlicher hochatmosphärischer Tre punkt für Touristen, so wie den Einwohner. Es soll einen einzigartigen Raum bieten, um traditionelle Bergbautechniken zu dokumentieren, und darüber hinaus auch als Forum für die zukünftliche Ausrichtung der Region als Weltkulturerbe fungieren. Das Raumprogramm umfasst neben den wesentlichen Ausstellungsbereichen, auch ein Besucherzentrum mit Kultureinrichtungen. Gelegen in unmittelbarer Nähe der größten europäischen Pinge, wird ein starkes architektonisch-räumliches Konzept erwartet, das prägnant auf diesen außergewöhnlichen landschaftlichen Kontext antwortet.
Auftakt bildet eine Exkursion ins Erzgebirge.

Einführungsveranstaltung: 19.04.2018, 12 Uhr
Ort: IEB, Seminarraum
Exkursion: voraussichtlich 26.04.18
Betreuung: Marc Hölscher, Tim Mitto, Tina Wallbaum, Frank Lindner