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Masterthesis 2015/2016

Nahezu jeden interessiert die Frage, woher wir kommen und wie sich unsere Kultur entwickelt hat. Archäologie übt eine Faszination auf die Menschen aus, weil auf den ersten Blick unscheinbar wirkende Details unser Geschichtsbild auf den Kopf stellen können. Und doch liefert sie uns in der Regel nur stumme Hinweise dessen, was vergangene Hochkulturen zu leisten im Stande waren.

Die Ägäis als nordöstlichstes Teilmeer des Mittelmeeres gilt als Wiege der Antike und ihre Inseln blicken auf eine Jahrtausende lange bewegte Geschichte mit vielfältigen kulturellen Einflüssen und Errungenschaften zurück, die das Abendland bis heute prägen.

Rhodos, die viertgrößte griechische Insel am südöstlichen Rand der Ägäis, ist mit ihrer faszinierenden Landschaft ein besonderer Schauplatz antiker naturwissenschaftlicher, kultureller und mythologischer Geschichte. Hier lebten und arbeiteten Wegbereiter der Astronomie, des Städtebaus, der Kartografie, der Hochseefahrt und des Seehandels. Hier wurde eines der sieben Weltwunder errichtet und die drei antiken Städte der „Sonneninsel“ Rhodos sollen von Göttern gegründet worden sein.
Eine dieser Städte war Kamiros, deren Ausgrabung an der Nordküste der Insel beeindruckende Einblicke in das Leben der Antike ermöglicht.

Im Kontext dieses einzigartigen Ortes soll mit dem Helioneion ein neuartiges archäologisches Zentrum entstehen, das die Geschichte der Ägäis-Inseln nicht nur anhand von Grabungsfunden zeigt, sondern sie in spezifischen Räumen für Forscher rekonstruierbar und für Besucher erlebbar macht und eine spannungsvolle neue und interaktive Form der Auseinandersetzung mit dem Leben der Helenen ermöglicht. Hierzu zählen neben den Spuren der antiken Stadt vielschichtige Ausstellungen und Programme für Tagestouristen, Workshops für Interessierte, Angebote für Forschungsaufenthalte sowie ein öffentliches Forum für themenbezogene Veranstaltungen.

Wie sah der Alltag in der antiken Stadt aus? Wie beobachteten und vermaßen die antiken Griechen das Weltall? Wie orientierten sie sich auf den Meeren und wie planten sie Ihre Städte? Wie wurde der Koloss von Rhodos erbaut?

Auf diese und andere Fragen bzw. archäologische Themen sollen im Helioneion auf einer Nutzfläche von ca. 6.000 qm in einem räumlich spannungsvollen, signifikanten architektonischen Rahmen Antworten gefunden werden. Die Herausforderung besteht in der Entwicklung eines innovativen Entwurfskonzeptes, das gleichermaßen selbstbewusst wie sensibel auf den besonderen Ort und die historischen Ausgrabungen von Kamiros reagiert.

Ausgabe der Arbeit: Donnerstag | 15.10.2015 | 14:00 Uhr | IEB

Inputveranstaltung zum Semesterstart: Donnerstag | 29.10.2015 | 11:00 Uhr | IEB

Exkursion nach Athen und Rhodos: Freitag – Dienstag | 06. – 10.11.2015

Erstprüfer: Prof. Schuster
Zweitprüfer: Prof. Dr. von Kienlin (MT)
nach Absprache (MT SD)

Koordination/Rückfragen: Frank Lindner | f.lindner@tu-bs.de

Hinweise:
Wer sicher ist, dass er das Thema bearbeiten möchte, sollte bereits vor der Ausgabe der Aufgabe nach Flügen (Hinflug nach Athen, Rückflug von Rhodos) suchen und ggf. buchen. Mit Ryanair und easyJet gibt es eine sehr günstige Anbindung aus Berlin.

Kerntage der Exkursion: 06.-09.11.2015
Empfehlung Hinflug: Berlin Schönefeld – Athen 05.11. | 15:50 – 19:45 | easyJet
Empfehlung Rückflug: Rhodos – Athen 10.11. | 07:55 – 09:05 | Ryanair
Athen – Berlin Schönefeld 10.11. | 10:45 – 12:35 | Ryanair

Den Inlandsflug von Athen nach Rhodos am 07.11. können wir noch gemeinsam auswählen.
Unterkünfte in Athen und Rhodos-Stadt sind durch das IEB vom 05. – 10.11. reserviert.
Die Kosten für die Übernachtungen werden voraussichtlich durch Studienqualitätsmittel gedeckt.

Eine Bearbeitung im Master-Studiengang Sustainable Design ist möglich, hierzu ist jedoch von Seiten der Studierenden für die gewünschte Richtung der Vertiefung ein Zweitprüfer zu benennen.