ME | Deutsches Haus, São Paulo

ME | Deutsches Haus,
São Paulo

Deutsche Wurzeln sind in Brasilien keine Seltenheit. Anders als das immer wieder bemühte Klischee vermuten lässt, waren jedoch die wenigsten deutschen Einwanderer Nazis auf der Flucht. Sie kamen viel früher. Schon 1827 landeten die ersten Deutschen nach langer Schi sreise in der Hafenstadt Santos.
Heute ist der ganze Süden Brasiliens von den Einwanderern aus Deutschland geprägt. Geschätzte zehn Prozent der 180 Millionen Brasilianer haben deutschsprachige Vorfahren im Stammbaum. Aufgrund der zunehmenden Assimilation – besonders durch die Einschnitte der Weltkriege – gehen die deutsche Sprache und Kultur in Brasilien dennoch langsam aber stetig zurück.
In São Paulo – mit über 20 Millionen Einwohnern fünftgrößte Metropole der Welt und mit 1.300 Firmen noch vor New York und Shanghai wichtigster Außenposten der deutschen Wirtschaft – soll am Rande der Altstadt und unmittelbar am neuen Praça das Artes das Deutsche Haus entworfen werden, das als neues Wahrzeichen der Stadt neben Repräsentanzen verschiedener lokal vertretener Institutionen (Deutsche Botschaft, Goethe-Institut, Humboldt-Schule, IHK, Immigrationsmuseum) allen Teilen der Bevölkerung mit Veranstaltungen eine Plattform des interkulturellen Austauschs bietet.
Der Entwurf richtet sich nicht nur an Teilnehmer der Exkursion im Vorfeld des Sommersemesters, sondern steht allen interessierten Studierenden offen.

Einführungsveranstaltung: 04.04.2018, 11.30 Uhr
Ort: IEB, Seminarraum
Wochentag für Korrekturen: dienstags/ donnerstags
Betreuung: Frank Lindner, Tina Wallbaum